Pflaumenkuchen mit Hefeteig

Sonnenstrahlen, Gräser wehen im lauen Wind, die Blätter in den Bäumen rascheln. Barfuss über die Wiese, Gänseblümchen zwischen den Zehen. Und dann: reife Pfläumchen am Baum! Juchhe! Endlich wieder Pflaumenzeit! Ich liebe die dunklen Früchtchen in allen Formen: als Marmelade, als Mus, im Germknödel, roh genascht und natürlich auf dem Kuchen. Ein klassischer Hefeboden mit Pfläumchen belegt, das ist einer meiner Lieblingskuchen. Mama und Oma haben ihn schon genauso gebacken und du kannst das auch!

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Keine Angst vor Hefeteig. Ich kenne so viele Naschkatzen und Hobbybäckerinnen, die Hefeteig lieben ihn aber immer wieder Meiden – aus Angst dass was schief geht. Dabei ist es doch so einfach, wenn man das oberste Hefeteig-Gebot nicht verachtet: immer mit der Ruhe! Ein Hefeteig braucht Zeit und Ruhe. Zweites Gebot: der Teig mag es gern warm und ohne Zugluft. Aus dem Grund lasse ich ihn immer in einer Schüssel gehen, welche mit einem Tuch abgedeckt wird und dann ins Bett unter die Decke kommt. So gelingt mir der Teig wirklich immer und meistens hat sich seine Größe auch in 20-30 Minuten verdoppelt. Wer gerne noch ein bisschen sicherer sein möchte, kann zunächst mit Trockenhefe beginnen. Die lässt sich ein wenig einfacher verarbeiten und man kann sie hervorragend zu Hause lagern ohne dass sie in wenigen Tagen im Kühlschrank schlecht wird. Hier gilt die Regel bzw. Umrechnungsformel für Rezepte: 1/2 Würfel Frischhefe = 1 Päckchen Trockenhefe.

Teste es doch mal aus und backe den leckersten Pflaumenkuchen aller Zeiten!

Pflaumenkuchen mit Hefeteig

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Zutaten für den Hefeteig:
• 200 ml Milch
• 125 g Butter
• 500 g Mehl
• 2 Päckchen Trockenhefe
• 60 g brauner Zucker
• Mark einer Vanilleschote
• 1 Prise Salz
• 1/2 TL Zimt
• 2 Eier (M)

Zutaten für den Belag:
• Pflaumen
• 2 EL brauner Zucker

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Zubereitung:
Zuerst den Hefeteig vorbereiten, denn wir haben ja gelernt: ein Hefeteig kann man nicht auf die Schnelle zubereiten, der braucht Zeit und Ruhe. Deswegen erst einmal alle Zutaten abwiegen. In einem Topf die Milch mit der Butter erwärmen, aber bitte nicht zu heiß. Die Butter sollte sich in der Milch auflösen, wenn es kocht muss alles lauwarm abkühlen damit die Hefebakterien nicht zerstört werden. Das Mehl kommt in eine große Schüssel zusammen mit Trockenhefe, Zucker, Vanillemark, Salz und Zimt. Jetzt die Eier und die warme Milch-Butter-Mischung dazu geben und langsam mit der Rührmaschine oder der Küchenmaschine (mit dem Knethaken) vermengen. Zum Schluss ca. 5 Minuten auf höchster Stufe kneten lassen. Die perfekte Konsistenz hat der Teig nun, wenn er gerade so nicht mehr klebt. Den Teig dann leicht bemehlt in eine Schüssel legen und abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Es gibt keine genaue Zeitangabe, wie lange der Teig gehen muss, denn das ist von Ort zu Ort, Teig zu Teig anders und Temperatur und Feuchtigkeit spielen eine wichtige Rolle. Am besten ist es, wenn du regelmäßig schaust, denn der Teig sollte ungefähr doppelt so groß werden.

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Dann kannst du ihn aus der Schüssel nehmen, einmal kräftig mit den Händen durchkneten und auch etwas Mehl ausrollen. Ein Backblech mit Backpapier ausgelegt bildet die perfekte Grundlage. Da kann der Teig nun drauf gelegt werden. Ich drücke ihn dann noch mit den Händen zurecht und schiebe mir an den Rändern einen Teigrand hoch. Jetzt wieder mit einem Tuch abdecken und ruhen lassen bis die Pflaumen fertig sind. Die müssen jetzt erst einmal gewaschen, entsteint und geviertelt werden. Gut wäre es, wenn du jetzt schon mal den Ofen auf 200°C Ober-Unterhitze stellst.

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Dann kannst du den Hefeteig mit den Früchtchen belegen – immer leicht in den Teig drücken. Zum Schluss kommt noch etwas brauner Zucker auf die Pflaumen und der Kuchen kann endlich in den vorgeheizten Ofen. Dort sollte er dann ca. 20 Minuten lang drin bleiben, bis der Teig goldbraun ist und die Pflänzchen schön saftig. Ich lasse den Kuchen dann immer im ausgeschalteten Ofen abkühlen (… aber vorher nasche ich ein kleines Stück). Wer mag, kann zum Kuchen frisch geschlagene Sahne servieren; die schmeckt auch ganz toll mit einer Prise Zimt und Zucker. So, und nun lass‘ es dir schmecken!

Denn so schmeckt der Sommer.

Deine Sandra ♡

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